Newsletter Januar 2018

    Posted by on Jan 3, 2018

    Liebe Freunde von WORT & TON,

    ein aufregendes Jahr liegt hinter uns: In Deutschland ist die AfD als stärkste Oppositionspartei in den Bundestag eingezogen, in Österreich dürfen jetzt veritable Nazis mitregieren, der demente Toupetträger im Weißen Haus twittert lustig am Rande eines Atomkriegs herum, der syrische Massenmörder hat sich mit Putins Hilfe irgendwie durch seinen Bürgerkrieg gewurschtelt, während Europa und die USA hauptsächlich zwischen „dududu“ und „mimimi“ herumswitschten, und der Gernegroß vom Bosporus ist inzwischen nicht mehr weit davon entfernt, sein eigenes Kalifat auszurufen. Wie wunderbar unaufgeregt erscheint da im Vergleich die deutsche Regierungslosigkeit! Ja, schaut man sich die Alternativen an – Groko, Neuwahl, irgendwas mit Lindner – wünschte man sich fast, dieses entspannte Interregnum möge ewig dauern.

    Aber nicht nur in der politischen Sphäre, auch in unserer kleinen Gedankenmanufaktur verlief 2017 überaus turbulent. Es begann höchst überraschend mit Markus Liskes Auszeichnung beim Wartholz-Literaturpreis, führte uns anschließend zum Skifliegen nach Planica, wo sich Manja Präkels für ihre Zweitkarriere als Skisprung-Expertin fit machte (mehr dazu im nächsten Newsletter) und dann abermals nach Wien, wo wir unsere fast zweijährige „Vorsicht Volk!“-Lesetour mit einem zweitägigen Kongress abschlossen. Ab dem Sommer ging es dann los mit Manjas „Schnapskirschen“ – und wie das losging! Kaum noch ein lesungsfreies Wochenende und keine Woche mehr, in der nicht neue großartige Rezensionen ins Haus flatterten. Im Dezember fand schließlich unter dem Titel „Echte Männer, geile Angst“ auch noch Manjas essayistische Antwort auf einen schwer aushaltbaren Zeit-Artikel Moritz von Uslars in den Spiegel. Seither ist endgültig keine Ruhe mehr.

    Wir können hier nicht alles aufführen, was dazu bislang erschienen ist, hätten euch aber doch gerne von Uslars Entgegung in der Zeit verlinkt, nicht zuletzt aufgrund eines sehr klugen Leserkommentars darunter. Inzwischen muss man sich jedoch anmelden, um den Text zu lesen und der Kommentar wurde auch gelöscht … Eine ordentliche Zusammenfassung des ganzen Komplexes (inklusive der nötigen Uslar-Zitate) findet sich in diesem lesenswerten MAZ-Artikel hier, und auch die kürzliche erschienene Taz-Rezension hebt noch einmal darauf ab. Ein Radiointerview des Freien Senderkombinats (FSK) mit Präkels und Liske gibt es hier zu hören, ein weiteres nur mit Manja diese Woche live auf Deutschlandradio Kultur. Kongenial begleitet wurden wir auch 2017 bei vielen Auftritten wieder von unseren lieben Bandkollegen vom SINGENDEN TRESEN und diverse Texte fanden ihren Weg in die Öffentlichkeit, wie zuletzt z.B. Liskes GoT-Spoilerartikel „Winter is here“ in der Jungle World.

    Bevor wir nun, wie üblich, die anstehenden Termine listen, euch allen ein bezauberndes neues Jahr! May the force be with you and the road rise to meet you! Seid tapfer, zeigt stets Zivilcourage, erhebt eure Stimme, wann immer es nötig ist, und vergesst nicht unseren geschätzten Kollegen Deniz Yücel sowie all die anderen, die noch immer in türkischer Geiselhaft sitzen!

    TERMINE

    Do. 04. Januar, 10:00
    Interview mit Manja Präkels zu „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Sendung LesArt
    Deutschlandradio Kultur

    Do. 18. Januar, 19:30
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Kurt Tucholsky Literaturmuseum
    Schloss Rheinsberg

    Mi. 07. Februar, 20 Uhr
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Literaturhaus Schleswig-Holstein
    Kiel

    Weitere Februar-Termine, u.a. in Rostock, Schwerin, Bitterfeld, Bayreuth, Wismar, Stendal, folgen im nächsten Newsletter. Jetzt aber Frohes Neues und einen guten Start!

    Eure Böller hassenden Skisprungfreunde der
    Gedankenmanufaktur WORT & TON

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