
Das zerbeulte Wir
Es bammelt was am Baugerüst
da vorne wo das alte Haus
gestanden hat, bevor man sich
für dies Modell entschieden hat
Es stammelt durch den hohlen Zahn
da im Gesicht des Flaschenmanns
der bis zur Hüfte in die Tonne
ragt, vorm Nonstop-Supermarkt
Unterm Asphalt alte Lieder
wo wir einst im Morgenrot
Ameisen marschiern im Stechschritt
übers Bioladen-Brot
Es grummelt auf den Fluren der
Fleischwurst-Agenturen
Edle Pässe lassen bauen
Zäune gegen wirklich jedermann
Das olle O verlacht ein ACH
Das AUTSCH macht dafür gerne Krach
Hordenweise ICH und heiser
ICH sein geht ja doch nich leiser
Na sdorowje, mam
siÄ™ dobrze
Diese Schwester kann man kaufen
Achtung, Achtung, Alexander
Müller fürchtet sich im Kinder-Paradies
Das zerbeulte WIR
Vergiß es nicht
Verlier es nicht
Nein, steck es in
die Tasche, denn:
Wer weiß, wozu man´s noch gebrauchen kann!
"Ein singender Tresen, das ist eine wirklich schöne und absolut zutreffende Metapher für das, was diese außergewöhnliche Combo an berührendem Klang und textlichen Tiefgang bietet. Poetisch, melodisch, dabei eckig, kantig, manchmal gar sperrig – echte Großstadtmusik für Streunende, Schlaf- und Ruhelose, Getriebene, die in Berlin oder sonstwo durchs Dickicht der Städte schleichen auf der Suche nach Wahrheiten, Wegen, Sinn … " www.zoolamar.com
„Mit Gesang, Gitarre, Akkordeon, Kontrabass erzählt Der
Singende Tresen Anekdoten, Kurzgeschichten in Liedform und Seemannsgarn
– philosophisch gut abgehangen - immer sehr pointiert und
pointenreich. Die musikalische Ausrichtung – ein
unwiderstehliches Gemisch aus Tango, Shantie, Balladen, Chanson,
Klezmer, Jazz – passt hervorragend zu den exquisiten Texten.
Stimmungsmäßig mag man da natürlich gerne an Tom Waits und Bertolt Brecht/Kurt Weill denken. Ein Album mit Langzeitcharakter.“
Kulturwoche.at über "Clowns im Regen"






