Manja Präkels
    Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß
    Hardcover, 232 Seiten
    Preis: 20,00 €
    ISBN: 978-3-95732-272-2

    Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp. Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

    Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut.

    Manja Präkels wurde für ihren Debütroman mit dem Anna Seghers-Preis 2018 ausgezeichnet.

    „Gegen die Verwirrungen unserer Zeit setzt Manja Präkels die Genauigkeit ihrer Sprache und ihrer Beobachtung.“, begründet Juror Ralph Hammerthaler seine Entscheidung.

    Das Buch wurde zudem mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 ausgezeichnet und ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Aus der Jury-Begründung:

    Präkels porträtiert eine Generation, die den Niedergang der DDR abseits der Großstädte weniger als Befreiung denn als widersprüchliches gesellschaftliches Ereignis erlebt. All dies gelingt ihr mit einer mal sachlichen, mal poetischen Sprache, die den Lesern Mimis Kindheitserinnerungen ebenso anschaulich vor Augen führt wie die zunehmende Beklemmung und Angst angesichts rechter Gewaltexzesse. Dieser Roman über das Jungsein in einem sich verändernden Land schließt eine Lücke im literarischen Schreiben über die Wiedervereinigung Deutschlands.

    Pressestimmen:

    Jochen Overbeck vergibt Fünf Sterne im Musikexpress (08/2017):

    Manja Präkels berichtet lakonisch und detailreich vom Heranwachsen in einem System, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. (…) Man ist froh, nicht dabei gewesen zu sein.

    Kai Agthe in der Mitteldeutschen Zeitung (08/2017):

    Wie viel von Mimi Schulz auch immer in Manja Präkels stecken mag, der Schriftstellerin ist (…) ein bemerkenswert unsentimentaler Roman gelungen, der ehrlich und überzeugend vom Lebensgefühl der Ost-Jugend in den Jahren kurz vor und nach der Wende erzählt.

    Susanne Alge nennt den Roman ein hinreißendes, kluges Buch. In der Messe-Ausgabe der Buchkultur (10/2017) lautet ihr Fazit:

    Formal wie sprachlich beeindruckend!

    Jana Sotzko im Missy Magazine (September/2017):

    Präkels sucht in ihrem Romandebüt nicht nach allgemeingültigen Erklärungen für die Gewalt, sondern beobachtet und beschreibt aus der Perspektive ihrer heranwachsenden Protagonistin. Verstörend – und sehr gelungen.

    Erhard Schütz / Das Magazin

    Ein beeindruckendes Debüt!

    Monika Burghard / radioBERLIN 88,8

    Ganz starkes Buch, kann ich sehr empfehlen.

    Andrea Gerk / NDR

    „Als ich mit Hitler Schnapskirschen“ aß ist ein bewegendes Buch, das spürbar macht, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen.

    Clemens Hoffmann / SWR2

    Manja Präkels erfasst die verstörende Brutalität mit sprachlicher Schärfe. An den kurzen Sätzen ist kein Wort zu viel aber auch kein Wort zu wenig.

    Poesierausch

    „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wird noch für Diskussionen sorgen und tut es auch bereits. Das ist gut, denn es rückt das deutsche Problem Rechtsradikalismus in den Fokus auch der literarischen Debatte. Der eindrucksvolle, bedrückende, gnadenlos harte Roman bringt dafür mehr als genug Zündstoff mit.

    Christel Berger / ossietzky.net

    Sie kann erzählen. Teils lakonisch, nicht ohne lyrische Wendungen, immer knapp und scheinbar leicht. Es ist ein Debüt, das auf Weiteres neugierig macht.

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