Szenische Lesung aus „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

    Manja Präkels (Text, Stimme, Synthesizer)
    Thorsten Müller (Stimme, Klarinetten, Xylophon)
    Benjamin Hiesinger (Kontrabass)

    Live wird die Lesung begleitet von den Musikern Thorsten Müller und Benjamin Hiesinger. Präkels´ langjährige musikalische Weggefährten vom „Singenden Tresen“ haben eigens Stücke zum Text komponiert.

    Vielleicht hat mir Hitler das Leben gerettet, damals. Wir hatten gegeneinander gekämpft, ohne uns dabei je direkt gegenübergestanden zu haben. Und als wir uns – Jahre später – trafen, Veteranen nunmehr, Kriegsbeobachter, bekam ich keine Beleidigung, keine Demütigung, keinen Schlag, keine Kugel, nicht seinen Hass – nur seine Nummer …

    Die Anna-Seghers-Preisträgerin Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag) vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft, Liebe und Wut.

    Das Buch ist keine Abrechnung. Es ist eine hautnahe, erschütternde Schilderung aus dem Leben in der ostdeutschen Provinz.“ Christine Deggau / rbb

    Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, arbeitete mehrere Jahre als Lokaljournalistin für die Märkische Allgemeine Zeitung, bevor sie 1998 zum Studium nach Berlin zog. Dort gründete sie 2001 ihre Band Der Singende Tresen, deren eigenwillige Mischung aus Chanson, Jazz, Klezmer und Postpunk mit poetischen Texten mehrfach ausgezeichnet wurde.

    Präkels könnte das Ordnungsmedium der Kommunikation, das Telefonbuch, heruntersingen und es in ein subversives Gesangsbuch verwandeln; die Band versteht sich wundersam auf die Frickelei zwischen Hanns Eisler und Tom Waits.“ Harald Justin / Konkret Magazin

    Parallel zu ihrer vielfältigen Tätigkeit für den Singenden Tresen veröffentlichte Präkels 2004 den Lyrikband „Tresenlieder“ (Edition AV) und war Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie „Kaltland – Eine Sammlung“ (Rotbuch), eines Klassikers der Nachwende-Literatur. Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch „Das seid ihr Hunde wert!“ (2014) sowie den Band „Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?“ (2015) zusammen. Für ihr schriftstellerisches Werk wurde sie unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste und dem Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium sowie zuletzt mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet.

     

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