Januar 2019

    Posted by on Jan 11, 2019

    Liebe Freunde von WORT & TON,

    etwas verspätet starten wir ins neue Jahr und hoffen, ihr seid ebenso gut rübergekommen wie wir – also ohne von präpotenten Buben mit Böllern und Raketen durch die Straßen gejagt zu werden. Wir haben uns inzwischen angewöhnt, unser Heil in diesen Tagen außerhalb Berlins zu suchen. Diesmal fanden wir unsere böllerfreie Zuflucht dort, wo sich der olle Grieche einst zwischen weise vor sich hin schu-huhenden Eulen dieses lustige Demokratieding ausknobelte, das heutzutage keiner mehr haben will. Na ja, fast keiner. Die SPD findet es immer noch super, obwohl gerade sie inzwischen allen Grund hätte, ein System zu bevorzugen, in dem man sich nicht von den Leuten wählen lassen muss. Aber weil diese Partei inzwischen über reichlich Expertise in kontrafaktischem Denken verfügt, hat sich gerade sogar ein potentieller Kanzlerkandidat aus ihrer Mitte gemeldet. So ein Schul … nee Schol …, vielleicht auch Müller, Meier, Schmidt – na, jedenfalls irgend so ein graues Männchen, für das in erster Linie spricht, dass es nicht Andrea Nahles ist.

    Ob auch dieses Männchen Teil jenes großangelegten Hackerangriffs auf deutsche Politiker  war, von dem gerade zu lesen war, wissen wir nicht. Überhaupt scheint es wenig Interesse an den veröffentlichten Daten zu geben. Der 19jährige Hesse, der sich dachte, Mail-Konten von Politikern zu hacken, die 1234 für ein sicheres Passwort halten, sei vielleicht aufregender, als Katzen Böller an den Schwanz zu binden, hat sich wohl getäuscht. Außer ein paar Pornofilmchen haben deutsche Politiker wohl digital nicht viel Spannendes zu versenden. Liegt vielleicht am Zustand des Internets in diesem Land, dass da so wenig zu holen ist. Die wirklich wichtigen Dinge vertraut man wohl eher Brieftauben an. Die sind einfach zuverlässiger, brauchen gar kein Passwort und sausen mit einer Geschwindigkeit durch unsere hauptstädtischen Funklöcher, die nicht mal von den Flugtaxis unserer Digitalministerin Dorothee Bär erreicht wird. Einziger Nachteil: Social Media-Accounts können sie (noch) nicht bedienen. Aus diesem Grund hat Grünen-Chef Robert Habeck die seinen jetzt auch abgeschaltet. „Ich beiss mir in den Arsch“, soll er gesagt haben, „wenn ich nur noch eine weitere Sekunde meiner Lebenszeit auf langsam wachsende Balken starre!“

    All jenen, die keine Lust haben, sich eigene Tauben zu halten, empfehlen wir das Internet in Athen: Top-Übertragungsraten, vom tiefsten U-Bahntunnel bis hoch auf die Akropolis. Und das war perfekt für uns, denn – wie immer – haben wir die auftrittsfreie Zeit auch zum Arbeiten genutzt. Markus Liskes neues Buch „Sechs Tage im April – Erich Mühsams Räterepublik“ wurde fertiggestellt, und die Kompositionen von Manja Präkels und den Tresenkollegen für das  Hörbuch sind ebenfalls auf gutem Wege. Noch im Dezember gab es von Manja Präkels übrigens wieder einiges zu hören bzw. lesen: Im Deutschlandfunk den literarischen Abschiedsgruß „Kein Konfetti für Merkel“ und in der Jungle World ihre Mauerfallerinnerungen unter dem Titel „Lambada für Lenin“. Nun geht es für sie wieder auf „Schnapskirschen“-Tour. Wo ihr sie in den nächsten Wochen live erleben könnt, das lest ihr unter:

    TERMINE

    Fr. 11. Januar, 18 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Gedenkstätte Amthordurchgang
    Gera

    Sa. 12. Januar, 20:15 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
    Werftpfuhl
    Berlin-Charlottenburg

    So. 13. Januar, 11 Uhr
    „Kirschen mit Musik“
    Es lesen, spielen und singen: Manja Präkels (Stimme, Sounds), Thorsten Müller (Stimme, Klarinetten & mehr), Benjamin Hiesinger (Kontrabaß)
    Fabrik Café
    Potsdam

    So. 13. Januar, 16 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Kulturgasthof Alte Reederei
    Fürstenberg

    Mo. 14. Januar – Geschlossene Veranstaltung!
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Oberstufenzentrum
    Oranienburg

    Do. 17. Januar, 17 Uhr & 19 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Geschichten in Jurten
    Sony Center
    Berlin-Mitte

    Sa. 19. Januar, 18 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Geschichten in Jurten
    Sony Center
    Berlin-Mitte

    Mo. 21. Januar – Geschlossene Veranstaltung!
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Oberstufenzentrum
    Zehdenick

    Do. 24. Januar – 19 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Buchhandlung am Brühl
    Chemnitz

    Mo. 28. Januar – 19 Uhr
    Präkels liest: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Alte Schmiede
    Wien

    Ab 6. Februar geht es dann weiter mit mehreren „Schnapskirschen“-Terminen in Hessen sowie einem Ausflug nach Zürich. Näheres dazu im nächsten Newsletter. Ob der dann schon per Brieftaube kommt, hängt davon ab, ob wir ein paar unserer frisch angefütterten Freunde dressiert kriegen.

    Wir sehen uns – hier oder dort!

    Eure Dovenapper in der

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