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    Kein Schlips am Hals, kein Geld im Sack…

    Posted by on Jun 25, 2014
    Berlin, 24.06.2014

    Pressemitteilung

    MuehsamBlues Cover

    DER SINGENDE TRESEN veröffentlicht
    MÜHSAMBLUES, eine Hommage an den Dichter Erich Mühsam

    Als die Berliner Band zum ersten Mal eine Bühne betrat, dämmerte es bereits. Erschöpft – sie hatten ein Fest zu Ehren des anarchistischen Dichters Erich Mühsam mitorganisiert – schmetterten sie ihre Lieder und hatten noch gar keinen Bandnamen, aber den ersten Auftritt hinter sich gebracht. Wenige Monate später verlieh ihnen ihr Berliner Kneipenpublikum den seltsamen Namen Der Singende Tresen.

    So wie dieser Name blieb auch die Verbundenheit mit dem Dichter und Revolutionär Erich Mühsam bestehen, dem die Band um Poetin und Sängerin Manja Präkels schon auf ihrem ersten Album „Sperrstundenmusik“ (2005) mit „Dies ist der Erde Nacht“ eine Vertonung widmete. Mühsams Tagebücher im Gepäck durchquerten sie fortan tourend das ganze Land, folgten anderen Geistern, veröffentlichten Bücher und weiterer CDs, gingen auseinander, fanden sich neu. Das letzte Studioalbum „Ernste Musik“ (2012) enthielt schließlich eine Vertonung der Mühsamschen Forderung „Gebt mir Schnaps!“, welche der Wiener Kritiker Harald Justin wie folgt kommentierte:

    „(…) erstens, führt blöderweise selbst das gesundest geführte Leben zum Tod und, zweitens, geht es um so etwas wie Kunst! Nicht um die des Trinkens, sondern um die des Gesangs! Man höre, wie unvergleichlich Manja Präkels singt! (… ) so, wie sie singt, könnte sie das Telefonbuch heruntersingen und damit gegen alle guten Sitten verstoßen!“

    Im Mühsam-Jahr 2014 (die Ermordung des Widerständigen durch die Nationalsozialisten jährt sich zum 80. mal) widmet Der Singende Tresen dem Dichter nun ein ganzes Album. „MÜHSAMBLUES“ enthält dreizehn neu vertonte Texte, darunter einen bislang unveröffentlichten Schatz aus dem Nachlass des umtriebigen Protagonisten eines Deutschlands zwischen zwei Weltkriegen, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung stets mit dem Humor eines Überlebenskünstlers ausgerüstet war.

    MÜHSAMBLUES“ ist eine Platte zum Lachen, Weinen und Weitermachen. Der übliche Tresen-Stilmix aus Jazz, Chanson und Punk wird diesmal durch roughe E-Gitarrensoli auf den Blues-Hund gebracht. Spielfreude und Witz treiben das Ganze genauso an, wie die vorzüglich gemeinen Texte Erich Mühsams. Und so ganz nebenher haben die Tresen-Bandenmitglieder Manja Präkels und Markus Liske noch ein ganzes Lesebuch zusammen gestellt. „Das seid ihr Hunde wert!“ ist soeben beim Berliner Verbrecher Verlag erschienen.

    Der „MÜHSAMBLUES“ des Singenden Tresens wird am 10. Juli 2014 bei Setalight Records erscheinen.

     

    Record Release Konzert

    Wann: Samstag, 12. Juli 2014 – 22 Uhr
    Wo: Zukunft Ostkreuz
    Laskerstr. 5 (Markgrafendamm)
    10245 Berlin-Friedrichshain

    Im Rahmen des Berliner Erich Mühsam Festes 2014

     

    Pressekontakt

    Gedankenmanufaktur Wort & Ton
    Markus Liske
    Winsstr. 14
    10405 Berlin
    fon 030 – 440 38 530
    mobil 0152 – 294 928 30
    liske@gedankenmanufaktur.de
    www.gedankenmanufaktur.net

    Auftrittsanfragen/Buchungen: booking@gedankenmanufaktur.net

    Pressestimmen:

    Sie passt sich nicht an: Die Berliner Band Der Singende Tresen bewegt sich seit mehr als einem Jahrzehnt fern jeglicher Popstrukturen. Auch auf ihrem neuen Album geben sich Sängerin Manja Präkels und ihre Mitspieler eher sperrig als Massenfreundlich, sowohl musikalisch als auch textlich. Sie spielen Post-Punk, Klezmer und Chanson auf ihre Weise und erzählen Randgeschichten, die nicht am Rand passieren, weil gesellschaftliche Unglücke auch zum Alltag gehören. Eigen. Mutig. Gut. Berliner Stadtmagazin Zitty 21/2012

    Härteren Stoff bevorzugen dagegen Der Singende Tresen auf ihrem vierten Album „Ernste Musik“. Sie fordern „Gebt mir Schnaps“, singen von Frauen, die einen „Drink zu viel“ hatten, oder vom „Kamarädlein“ aus dem Kosovo, das sich „die nächste Pille“ einschmeißt. Aber dass kein falscher Eindruck entsteht: Benebelt sind hier bestenfalls die Protagonisten der Songs. Die 2001 anlässlich des Erich-Mühsam-Festes gegründete Band selbst ist hellwach, wenn sie „die Summe der Befindlichkeiten in meinem Warenkorb“ analysiert, um festzustellen: „Mein proletarisches Bewusstsein scheint noch gut in Schuss zu sein.“ Geschickt hält das Quintett um Sängerin und Ukulele-Spielerin Manja Präkels die Balance zwischen Agitprop-Anwandlungen, Klamauk-Versuchen und satirischem Abstand. Der Tresen, an dem hier gesungen wird, steht in einer Kneipe, die von ehemaligen Hausbesetzern, aus der Zeit gefallenen Maoisten und neunmalklugen Schwachköpfen frequentiert wird. So ausgefeilt die Texte sind, so sperrig und widerständig klingt die Musik, die mal so tut, als sei Kabarett noch zeitgemäß, dann aber auch vor atonalen Ausbrüchen und – bei Bedarf – penetrantem Wohlklang nicht zurückschreckt. Guter Grund also, mal einen zu heben! Taz, 21.02.2013

    Es gibt sie also doch noch, die Bands, die unbeirrt ihr Ding durchziehen, die nicht ängstlich auf den Massengeschmack und den Tonträgerverkauf schielen. „Der Singende Tresen“ nennt sich das Quintett aus Berlin. Und wer bei Herkunft und Namen der Gruppe gleich an Schunkelsongs à la „Kreuzberger Nächte“ denkt, könnte falscher nicht liegen. Zwar sprühten die Texte nur so von Witz und Wortspielen, aber auf einem ungleich höheren Niveau. Hier blitzte die große Berliner Chanson-Tradition der Goldenen Zwanziger des vorigen Jahrhunderts auf, als hätten Tucholsky, Hollaender und Compagnie gerade ihre Auferstehung gefeiert. Die Themen finden die Tresenritter allerdings mehr im Hier und Jetzt, ohne jedoch den typischen Berliner Humor vermissen zu lassen. Verpackt wird diese anspruchsvolle Wortakrobatik in Anklänge an Blues und Folk, Postpunk und Hillbilly, Dixiejazz und Klezmer, die vom „Singenden Tresen“ zu einem völlig eigenständigen und vor allem eigenwilligen Stil gemischt werden. Um Frontfrau, Texterin und Sängerin Manja Präkels haben sich vier kongeniale Musiker gefunden, natürlich an einem Berliner Tresen. Neue Presse Coburg

    “Ernste Musik” ist so tiefgründig wie kurzweilig, so spitzzüngig wie warmherzig – ein lyrisch wie musikalisch außerordentlich gutes deutschsprachiges Album (…) Manja Präkels trägt einen Hut, der so herrlich verbeult ist wie die Musik der Band. Ich leihe ihn mir hier kurz mal aus, setze ihn mir auf, um ihn umgehend wieder zu ziehen vor Manja, dem gesamten Singen Tresen und seinem außerordentlichen Album, in dem Poesie, Melodie, Melancholie, Ironie zur Symbiose dessen werden, was die Künstler selbst mit dem Gütesiegel “Gedankenmanufaktur Wort & Ton” versehen. Ich fordere den Deutschen Kleinkunstpreis! Und den Deutschen Schallplattenpreis sowieso! Tom im webrebelzine zoolamar

    Mit Gesang, Gitarre, Akkordeon, Kontrabass erzählt Der Singende Tresen Anekdoten, Kurzgeschichten in Liedform und Seemannsgarn, philosophisch gut abgehangen, immer sehr pointiert und pointenreich. Die musikalische Ausrichtung – ein unwiderstehliches Gemisch aus Tango, Shantie, Balladen, Chanson, Klezmer, Jazz – passt hervorragend zu den exquisiten Texten. Stimmungsmäßig mag man da natürlich gerne an Tom Waits und Bert Brecht/Kurt Weill denken. Kulturwoche (AT)

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